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Praxisprojekte
Wiesel-Patchwork
Projektbeschrieb
"Wiesel-Patchwork" ist ein Pilotprojekt zur Förderung von Hermelin- und Mauswiesel-Population im Kanton Aargau, Schweiz. Ziele sind die Förderung und Stützung ganzer populationen, unter Berücksichtigung der natürlichen zeitlichen und räumlichen Dynamik.
- Als erstes wurden Populationsraumanlaysen durchgeführt und die Zielpopulation ausgewählt.
- Als nächstes folgten konkrete Lebensraumaufwertungen in ausgewählten Patches oder Habitatflecken sowie die Verbesserung der Vernetzung. Für die Umsetzung der Massnahmen arbeiteten wir eng mit Naturschutzvereinen, Jagdgesellschaften, Landwirten und anderen interessierten Kreisen zusammen.
- Erfolgskontrolle Wiesel-Patchwork: Die Besiedlung neuer und verbesserter Patches und Vernetzungsachsen wurde und wird in der dritten Projektphase erfasst, dynamische Prozesse in der Population sollen besser erkennbar werden. Wichtig sind Ergebnisse über die Wirksamkeit einzelner Massnahmen und die Bedeutung ihrer Merkmale.
Das Projekt ist im Wesentlichen abgeschlossen und im Schlussbericht "Wiesel Patchwork Seetal (Aargau)" publiziert.
Konzept zur Wieselförderung
Kaum eine Wirbeltiergruppe, die nicht ihre Lobby hat und für die nicht irgendwelche Förderprogramme am laufen sind. Die Wiesel machen eine Ausnahme, und dies europaweit. Das ist kaum bewusste Absicht, vielmehr fallen diese Kleinsten unter den Raubtieren durch die Maschen, weil sie so schwierig zu erfassen und erforschen und vielleicht auch weil sie in der Landschaft so unscheinbar sind.
WIN Wieselnetz hat deshalb die vorhandenen Erfahrungen gesammelt und zusammengefasst und in einem Pilotprojekt systematisch getestet und weiterentwickelt. Das Ergebnis ist ein Konzept zur Stärkung vorhandener Wieselpopulationen, vorläufig auf das Schweizer Mittelland und vergleichbare Gegenden beschränkt. Wir stellen es hier vor und zur Diskussion. Es richtet sich an Fachleute, Praktikerinnen und Praktiker des Naturschutzes, der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, der Jagd.
Wir möchten dazu ermuntern, das Konzept als Basis für eigene, regionale Projekte zu benutzen. Bereits wird es von WIN in verschiedenen regionalen Förderprojekten angewendet und getestet. Es ist sicher noch nicht der Weisheit letzter Schluss sondern soll in rollender Planung ständig weiterentwickelt werden. Deshalb sind Rückmeldungen und Diskussionsbeiträge sehr erwünscht und wir sind für Ihre Bemerkungen, kritische Beurteilung und Ihre eigenen Erfahrungen sehr dankbar.
Wiesel-Förderkonzept Anhang Kleinstrukturen
Wiesel-Förderkonzept Anhang Glossar
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